Musik am Mittwoch: Oppa Kinkystyle

Musik

Die Welle von Gangnamstyle ist inzwischen soweit abgeklungen, dass man es wieder wagen darf, Videos zu posten. Diese Hamburger Jungs und Mädels haben eine Gagnamstyleparodie mit BDSM Bezug gedreht, die es sich wirklich einmal anzuschauen lohnt.

Wen es interessiert: Die Location ist „Das Verlies“ in Hamburg. Rotlicht-Kieztouren sind dort ja üblich, dennoch finde ich das Tourangebot im Verlies recht seltsam: „Danach werden Sie von charmanten Zofen, im sexy Outfit, durch die vielschichtigen Räumlichkeiten geleitet. Es wird Ihnen aus erster Hand erklärt, welche sexuellen Perversionen und Folterungen mit den einzelnen Geräten praktiziert werden.“ Außerdem gibt es eine „Live SM-Show mit echter Domina und Sklaven“…. mich erinnert das ein wenig an die Irrenhaus-Führungen früher.

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Musik am Mittwoch: Anders als die Andern

Musik Das Lila Lied galt langezeit als die Hymne der Homosexuellen von 1920. Usrpünglich mit deutschem Text- allerdings habe ich keine schöne Version gefunden. Die von Ute Lemper mag ich jedoch sehr. In der allgemeinen Auflockerung der  Weimarer Republik geschrieben für eine vereinte Homosexuelle Bewegung, ist das Lied, so habe ich zumindestens das Gefühl, in meiner Generation in Vergessenheit geraten. Ich rate sehr zum Lesen des Wikipediaartikels, der einiges an Hintergrundinformationen liefert.

Wir sind nun einmal anders als die Andern,
die nur im Gleichschritt der Moral geliebt,
neugierig erst durch tausend Wunder wandern,
und für die’s doch nur das Banale gibt.
Wir aber wissen nicht, wie das Gefühl ist,
denn wir sind alle and’rer Welten Kind,
wir lieben nur die lila Nacht, die schwül ist,
weil wir ja anders als die Andern sind

Filmszene: Kinky Boots

Musik

Der folgende Clip stammt aus „Kinky Boots“, einem zwar nicht herausragenden aber netten Filmchen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, der Entstehung der Fetisch Schuhmarke Devine Footware: Einer traditionellen Schuhfabrik droht der Bankrott. Sie kann nur durch einen Umschwung in eine Marktnische gerettet werden: Fetisch-Schuhwerk in Herrenschuhgröße für Travestiten.
Der Plot birgt nicht viele Überraschungen, aber zumindestens einige nette Szenen. Niedlich fand ich eine alte Dame, die Vermieterin von Lola, die sie/ihn kurzerhand darauf anspricht, ob sie ihn Wahrheit ein Mann sei- nur damit sie weiß, wie sie den Toilettensitz lassen soll 😉 Kein großes Drama, Thema gegessen. Wenns nur immer so schön wäre….

Das Lied finde ich einfach sexy. Seltsam ist nur das Publikum… entspricht wohl dem Klischee. aber die Vorstellung, dass eine TV Show sich nur an andere TV richtet, kann doch keiner längeren Überlegung standhalten.

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Eine zweite Szene sei hier nur kurz verlinkt: der große Showdown auf dem Laufsteg. Männer im klassischen Jacket, Hemd, Kravatte, unten nichts als Boxershorts und dann rote Fick-mich-Stiefel…. das kann ziemlich heiß aussehen 🙂

Was bleibt hängen? „COMFY???? SEX SHOULDN’T BE COMFY!“

Musik am Mittwoch: These boots are made for walking…

Musik… and that’s just what they’ll do. One of these days these boots are gonna walk all over you…. Vielfach gecovered, aber unerreicht: Die Originalversion von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood von 1966.

Are you ready, boots?
Start walkin‘!

[Bones 3×03 ] 3. Das Pony in der Bibel (Booth argumentiert)

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Dies ist Teil 3 der Serie Bones 3×03: A horse named Ed.
Es empfiehlt sich, die Serie chronologisch zu lesen.
[Spoiler alert!]

Booth und Bones Expertengebiete sind räumlich getrennt. Sie dominiert im Jeffersonian und bei Tatorten, er normalerweise bei Ermittlungen und in der Zeugenbefragung. Jeder hat ein Bereich, in dem sein Wort mehr Bedeutung hat. Das Auto ist jedoch der Ort, an dem beide sich auf gleichem Grund begegnen. Hier führen sie, häufig ausgehend von ihren Ermittlungen, hitzige Debatten über ihre Weltanschauungen. Wie gut, dass Booth wie jeder gute amerikanische Autofahrer eigentlich fast nicht auf die Straße gucken muss.

Thema der heutigen Autofahrt ist die Historie von Pony Play. Bones erzählt Booth, dass Pony Play keine moderne Erfindung ist, sondern geschichtlich verankert ist. Booth reagiert wie folgt:
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[Bones 3×03 ] 1. Ein Fetisch namens Pony Play

Bones Logo

Dies ist Teil 1 der Serie Bones 3×03: A horse named Ed.
Es empfiehlt sich, die Serie chronologisch zu lesen.
[Spoiler alert!]

Eine Leiche wird gefunden, männlich, mit abgetrennten Füßen. Die Ergebnisse der Obduktion und weitere Recherchen zeigen, dass es sich um Ed, ein menschliches Pony handelte, der diese Seite seiner Persönlichkeit mit seiner Besitzerin wochenends auf einer Farm auslebt, während seine Frau von nichts ahnt. Die „Convention“ ist noch im vollem Gange als die Ermittlungen einsetzen, und so erhaschen wir mit Booth und Bones einen Einblick in das Ausleben seiner Vorlieben. Bones erklärt Booth das Geschehen:
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[Bones 3×03 ] A horse named Ed

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„Der Fall der gerittenen Leiche“ ist der merkwürdig anmutende deutsche Titel der Folge, der Originaltitel ist „Death in the saddle“. Es ist die Folge von Bones, die in mir vor über zwei Jahren das Bedürfnis nach einem Blog weckte. Ein Projekt, das seitdem halb fertig in meiner virtuellen Schublade lag, und endlich nahezu abgeschlossen ist.

Thema der Folge ist Pony Play. Kein Thema, das mich an sich interessiert, das mich jedoch aufhorchen lies. Wie wurde das Thema umgesetzt? Was für ein Blick auf Pony Play wird dem Zuschauer geboten? Wird eine Wertung vorgenommen?
Wie gesagt: für mich war diese Folge diskussionswürdig. Vor allem, da sich die Argumentationsstruktur auf den Diskurs von „Devianzen“ im Allgemeinen übertragen lässt.
Als Grundlage der Diskussion möchte ich euch Zusammenfassungen und Wortprotokolle bieten, damit meine Bezüge klar sind. Das bedeutet jedoch auch, dass diese Beiträge ein einziger Spoiler sind. Und etwas lang, deshalb habe ich meine Untersuchung der Bonesfolge in sechs Kapitel unterteilt.

1. Ein Fetisch namens Ponyplay
2. Das Pony in Uns -Bones argumentiert
3. Das Pony in der Bibel – Booth argumentiert
4. “Not satisfied by love alone” – Fetisch und Emotionen
5. “A horse is a horse”? – Menschlichkeit und Perversion
6. „Crappy Sex“ and „The Real Thing™“ – Wie man ohne Argumente eine Diskussion gewinnt

Wie gesagt, Pony Play ist alles andere als mein Spezialgebiet. Umso mehr freue ich mich über Kommentare, wo ich meine Lücken habe.


Und eine Hintergrundinfo am Rande:
In dieser Folge gibt es eine Vielzahl von Anspielungen auf eine Serie, die im deutschsprachigen Raum heute nicht mehr präsent ist: Mr Ed, eine US- amerikanische Serie aus den 60ern. Hier kann man in das Intro hineinhören, aus dem wiederholt zitiert wird:„a horse is a horse, of course, of course“

Da meine Beiträge wie gesagt ein einziger Spoiler sind, empfehle ich bei Interesse die Folge zunächst einmal selbst zu schauen. Viel Spaß dabei!