Kurzfilm: Open for Submissions

Musik

„Open for Submissions“- Dieser Film entstand 2002 auf dem allerersten Instant Films Festival. Bei diesem Event in Los Angeles versammeln sich jährlich Künstler, um innerhalb von 48 Stunden einen Kurzfilm zu erstellen. Am ersten Tag haben sieben Drehbuchautoren 12 Stunden Zeit, um ein auf zwei zufällig gewählten Schlagwörtern basierendes Skript zu entwickeln. Am zweiten und dritten Tag hat dann eine wiederum zufällig zusammengestellte  Gruppe aus Regiseuren und Schauspielern Zeit, um das Skript umzusetzen. Durch diesen Prozess entstand neben vielen anderen Interessanten Filmen dieser Kurzfilm über eine D/s Beziehung:

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Kurzfilm: Polly Wally

MoviesDiese Woche stand unbeabsichtigt unter dem Stern des promisken Liebeslebens. Es gab zwei Reportagen über Polyamorie und einen Kurzfilm, einen Blog und eine Filmkritik über Swingen.

So möchte ich dieses Thema vorerst mit einem Kurzfilm über Poly-Konstrukte abschließen, in den ich mich vor einigen Jahren verliebt habe: Polly Wally, eine liebevolle Satire auf Polybeziehungen. Eine kleine SM- Szene ist auch dabei.  Der „Buddy Greg“ ist übrigens Kirby Ferguson, welcher auch bei den Videos zu „Fist me this Christmas“ und „Do you take it in the ass?“ der Wet Spots mitwirkte.

Filmkritik: (Not) Swinging with the Finkels

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Eine romantische Komödie, die Swingen thematisiert? Gut, heute braucht die Filmindustrie immer neue Themen. Aber wenn man bei einem Hollywoodstreifen ein Loblied auf ein promiskes Liebesleben erwartet, kann nur enttäuscht werden. Wird man auch. Denn in „Swinging with the Finkels“ geht es nicht ums Swingen. Es geht um eine stereotype Beziehung, die bereits zu Beginn des Films eingeschlafen ist, nach dem typischen Spannungsmuster eskaliert und am Ende, nach dem Beheben einiger Kommunikationsmängel, wieder glücklich ist. Nur, dass die Eskalation eben ausnahmsweise mal durchs Swingen verursacht wird. Das verspricht jedenfalls der Trailer.

Aber von vorne: Alvin und Ellie sind seit 9 Jahren ein Paar. Ihnen geht es, wie es einem in Ehe nun mal zu gehen hat: im Bett herrscht tote Hose. Da hilft es auch nicht, dass sie trotz anfänglicher Prüderie das Masturbieren mit einer Gurke probiert. Kein Wunder, dass dieser Versuch das Sexleben nicht wiederbelebt, wenn ein Film es sich nach „Nicht noch ein Teenie-Film“ noch traut, die (Groß)eltern just in dem Moment das Zimmer betreten zu lassen, in dem der Dildo(ersatz) in großem Bogen zwischen ihren Beinen herausschießt. Wenn Rollenspiele im Feuerwehranzug dann auch nicht mehr helfen, hat man zum Glück ja einen Klischee schwulen besten Designerfreund, der einem „Tauschies“ vorschlägt- so heißt Swingen auf schwul. Weil alle Stricke zu reißen scheinen, denkt Ellie ernsthaft darüber nach, ihre Ehe mit solchen „Tauschies“ zu retten.
Alvin quatsch indes mit seinem besten Freund über die Kirschen in Nachbars Garten, und möchte mal eine Pflaume probieren statt Jahrein- Jahraus immer nur Bananen zu vögeln essen. Na dann schnell einmal ein paar Klischee-Swingerpärchen aufs Sofa eingeladen: Das ältere FKK-Pärchen, die Domina in Lack und Leder mit ihrem übergewichtigen Hündchen das bestraft werden muss, die voluminöse dominante Dame mit ihrem schlanken Freund, irgendein Fetisch der als abstoßend dargestellt werden kann, und… das Pärchen, das auch gerne Jaffa Kekse isst. Perfekt! Let’s swing!

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Kurzfilm: Joining the Livestyle! (Swingen)

Musik

Hier ein sehr niedliches statirisches Video mit Einsteigertipps für Swinger! Einerseits eine Parodie auf die guten alten Aufklärungsfilmchen, andererseits werden auch die größten Fettnäpfchen der Swingerwelt auf die Schippe genommen. Durchgängig toll umgesetzt und darum auch für nicht-Swinger (wie mich) ein großer Spaß 🙂 Aufgrund der Machart auf jeden Fall einen Blick wert:

Gefunden habe ich das Video auf Jung aus Berlin, einem Blog, in dem ein junges Swingerpärchen Berichte von ihren Erfahrungen in der Swingerwelt einstellen. Mal informativ, wie die Rubrik „Einsteigertipps“ und Erfahrungsberichte von Swingerclubs, mal mit lustige Annekdoten. Die Auszeichnung „Heißester Erotikblog 2009“ von der guten Bild ist vielleicht nicht unbedingt die begehrteste und aussagekräftigste Auszeichnung, der Blog selbst ist aber nicht schlecht, beleuchtet das Thema aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Mit BDSM hat das Pärchen erklärterweise wenig am Hut- für Swinginginteressierte ist der Blog auf jeden Fall empfehlenswert.

Polyamorie – Ein Thema, zwei Gesichter

In der Mediathek des ZDFs finden sich zwei ausführliche Reportagen über Polyamorie. Die Berichte sind so unterschiedlich, wie man sie sich vorstellen kann. Ich würde mich sehr über eine Diskussion über diese Berichte und vor allem die Berichterstattung freuen. Auch kleine Anmerkungen und Kommentare sind natürlich herzlich willkommen!

DeutschlandflaggeDeutsche Berichterstattung:
37° Grad: Ich liebe nicht nur einen

Die Dokumentationsreihe 37° Grad möchte „Geschichten einzelner Menschen erzählen, die gewissermaßen von uns allen erzählen.“ In dieser Dokumentation werden verschiedene Paare aus verschiedenen Generationen vorgestellt: „Justus liebt Erika, und sie liebt ihn. Und doch gibt es einige Tage im Monat, die sie mit ihren Geliebten verbringen: „Warum sich beschränken, wenn doch die Liebe mehr wird, wenn man sie teilt?“ Erika hat zwei feste Freunde, und auch Justus trifft regelmäßig Freundinnen. Mittlerweile hat Erika keine Angst mehr, ihn zu verlieren, so wie am Anfang. Sie weiß, wenn er heute zu einer anderen Frau geht, kommt er auf jeden Fall zurück. (…) Auch Silvio und Mara leben mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig. Die beiden sind seit sieben Jahren ein Paar und bezeichnen einander als Hauptpartner. Nebenbei verabreden sie sich einmal im Monat mit verschiedenen Geliebten. “ (Quelle)

AmerikaflaggeAmerikanische Berichterstattung:
Dawn Porter testet die freie Liebe
(Video wurde entfernt- danke für den Hinweis! Sollte jemand es im Netz finden, würde ich mich über eine Nachricht freuen!)

Diese Sendung ist Teil der sechsteiligen Reihe „Unterwegs mit Dawn Porter“, eine persönliche Auseinandersetzung mit Liebe und Partnerschaft. In dieser Folge: „Dawn verfolgt die Idee der freien Liebe: Ist es möglich, in einer Beziehung mit einem Partner zu sein und gleichzeitig andere Menschen zu lieben? Um das herauszufinden, fährt sie nach San Diego, Kalifornien. Dort trifft sie ein Ehepaar, das eine „Schule der freien Liebe“ betreibt und nimmt an Gruppensitzungen und Rollenspielen teil. Dann reist sie in eine Kommune nach Ostdeutschland, wo sie mit Anhängern der freien Liebe zusammenlebt. Während der Dreharbeiten stellt sie fest, dass es mit Freiheit wenig zu tun hat, den Menschen, den man liebt, zu teilen.“ (Quelle)

FragezeichenWas meinst du zu den unterschiedlichen Reportagen? Sowohl Kommentare zu den Inhalten als auch zur Berichterstattungen sind gerne gesehen!

Our Kinky Neighbours

The Wet Spots

The Wet Spots
„Picture a husband and wife team from the golden age of comedy. Now picture them singing sweetly about threesomes and taking it in the ass.“

„Sophisticated Sex Comedy“ nennen sie ihr Programm- und das trifft es in einer Weise, wie es in der deutschen Sprache leider nicht möglich ist. Ich war damals von der ersten Minute an in sie verliebt: die Wet Spots, ein Ehepaar das um die Welt reist, um zu zeigen, dass eine entspannte Haltung zu Sex möglich ist. Dass man über Sex lachen kann, und es ein buntes, vielseitiges Feld ist. Sie sind offen, verrückt und ursympathisch. Vielleicht nicht das konservative Ehepaar, das mit dem Besen an die Decke klopft, wohl aber die kinky Nachbarn von nebenan.

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Rezension: Die Lust am Fesseln

(Bild Quelle)

Ich empfahl bereits die ZDF Dokumentation „Die Lust am Fesseln“ mit dem Versprechen, dass eine Rezension folgen wird. Hier ist sie nun.

Ich bin kein großer Fan von Cornelia Jönssons Büchern. Klar gibt es weitaus schlechtere Autoren auf dem (BDSM) Buchmarkt, aber vorallem mit ihrer Lobdudelei auf ihre Lebensweise kann ich einfach nichts anfangen.

Im Interview in der Dokumenation „Die Lust am Fesseln“ war ich jedoch von ihr begeistert. In nur 5 Minuten gelingt es ihr und den Machern des Filmchens einen guten Einblick in das zu geben, was hinter Schlagworten wie „Sadomasochismus“ und „Schmerz“ steht. Einen gefühlvollen Einblick, offen für das Konzept, und weitaus besser als in den meisten Dokus und Artikeln, die ich in letzter Zeit gesehen und gelesen habe.

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