Manche mögens heiß!

„Sexspiele für Fortgeschrittene“ versprach die Shape. Der Stapel dieser hochwertigen Zeitschrift, die bei mir in letzter Zeit als Klolektüre zu finden war, war ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl einer Freundin. Im Vergleich zu „10 Dinge, die Sie über Powerfrüchte wissen sollten“ und „Flacher Bauch in sieben Tagen“ war das sogar mal eins der interessanteren Themen, welches die Shapeleser 08/09 präsentiert bekamen.

Was wird da nicht alles versprochen: „Ein Sexerlebnis der Superlative“- „Herzklopfen und Höhepunkt garantiert“. Wie? Indem man als „Normalo“ auch von SM-Sex profitiert- jenseits von „Leder, Peitschen und schwarzgekleideten Menschen, die sich am Hundehalsband durch die Gegend zerren und in dunklen Kellern Dinge treiben, die wir uns nicht mal vorstellen möchten.“ Das der profitierende Normalo-Sex mit „echtem SM-Sex“ kontrastiert wird find ich schade. Die zwei befragten Personen, „Deutschlands führender SM-Experte Arne Hoffmann und die australische Sexualtherapeutin Dr. Gabrielle Morrissey“ sagen nämlich wirklich vernüftige Dinge. Zum Beispiel erklären sie die Erotik von Machtgefällen, das Prinzip von Safewörtern. Die praktischen Anleitungen gehen in die Richtungen Wahrheit und Pflicht, verbundene Augen, Rollenspiele, Eiswürfel, aber auch mal Wäscheklammern. Interessanterweise werden dabei DS Elemente im gleichen Verhältnis wie SM Elemente thematisiert- genannt wird das ganze aber immernoch SM. Das spiegelt sich auch in dem allgemeinen Infokästchen wieder, welches eigentlich nur eine Definition für SM sowie eine Ethymologie der Worte gibt. Dafür gibt es in den letzten zwei Sätzen noch das SSC Prinzip, erklärt mit dem Satz „Es wird nichts getan, was gefährlich ist- und niemals etwas gegen den Willen des anderen durchgesetzt.“
Gut gelungen ist der Text mit Sicherheitsaspekten beim Fesseln, in dem Sicherheitsscheren, Materialien und geeignete Körperpartien thematisiert werden. Auch ein Verweis auf das „Bondage Handbuch“ ist gegeben.

Fazit: Die Aussagen des Textes sind sehr ambivalent. Einseits werden elementare Infos zu BDSM geliefert, SSC und Safeworte berücksichtigt und in dem Abschnitt zum Fesseln anwendungsrelevante Sicherheitstipps gegeben. Andererseits sind dies alles Prinzipien des BDSMs, die aber doch als etwas ganz anderes dargestellt werden. Das ist irgendwie hypokritisch.

12 Sexträume- und was sie wirklich bedeuten!

(19-05-2010)

Bei Subway hab ich heute in der aktuellen Petra geblättert (Ausgabe 06/10). Dabei stieß ich auf „12-Sexträume, und was sie wirklich bedeuten“… schon mal seeehr vielversprechend.

Laut der Einleitung wurden 12 Leserträume von der Psychologin Caroline DeClair analysiert. Im Endeffekt sagen die Interpretationen kaum mehr aus, als dass es unter keinen Umständem um das geht, was die Personen träumten. Die Autorin hat nur ein wenig Freudsche Grundbildung mit dem Barnum-Effekt kombiniert. Aber auf sexuelle Bedürfnisse selbst wird kaum eingegangen. Oftmals ist sich die Autorin sicher, dass es unter allen Umständen garnicht um Sex, sondern im Alltagsdinge geht- selbst wenn in den Berichten über die Träume sexuelle Erregung erwähnt wurde.

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