Frau Doctor Who?

Female Doctors

Female Doctor- Mit freundlicher Genehmigung von Galaxyofgover 

Es war vermutlich ein Aprilscherz- aber ein Aprilscherz, der hohe Wellen in den Reihen der Doctor Who Fangemeinde geschlagen hat: Wird Doctor Who nach der nächsten Regeneration weiblich sein? Es mag ein Aprilscherz sein. Die wenigsten neuen Fans wissen jedoch, dass diese Idee eine lange Geschichte hat und bereits seit Jahres diskutiert wird. Mehr noch: die wenigsten Fans scheinen ihre eigene Serie zu kennen – den Eindruck vermitteln jedenfalls einige Kommentare.

Kurze Erklärung: Doctor Who ist die am längsten laufende SciFi Serie. Seit 1963  begleiten die Zuschauer den Doctor, einen geheimnisvollen Außerirdischen, auf seinen Reisen durch Zeit und Raum. Damit die Serie über einen so langen Zeitraum laufen kann, muss regelmäßig ein Schauspielerwechsel vorgenommen werden. Dieser ist sehr stimmig in die Serie eingebaut: der Doctor stirbt nicht, sondern „regeneriert“ und wird fortan von einem neuen Schauspieler gespielt. Aktuell ist die Serie beim 11. Doktor. Bislang alle männlich.

Nun wird über einen weiblichen 12. Doctor nachgedacht. Ob man das nun befürwortet oder nicht- das Maß an Sexismus und Homophobie in dieser Diskussion ist erschreckend. Und stehen im argen Kontrast zur Serie selbst. Lest diese Auszüge aus einem Doctor Who Fanforum:

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[Bones 3×03 ] 3. Das Pony in der Bibel (Booth argumentiert)

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Dies ist Teil 3 der Serie Bones 3×03: A horse named Ed.
Es empfiehlt sich, die Serie chronologisch zu lesen.
[Spoiler alert!]

Booth und Bones Expertengebiete sind räumlich getrennt. Sie dominiert im Jeffersonian und bei Tatorten, er normalerweise bei Ermittlungen und in der Zeugenbefragung. Jeder hat ein Bereich, in dem sein Wort mehr Bedeutung hat. Das Auto ist jedoch der Ort, an dem beide sich auf gleichem Grund begegnen. Hier führen sie, häufig ausgehend von ihren Ermittlungen, hitzige Debatten über ihre Weltanschauungen. Wie gut, dass Booth wie jeder gute amerikanische Autofahrer eigentlich fast nicht auf die Straße gucken muss.

Thema der heutigen Autofahrt ist die Historie von Pony Play. Bones erzählt Booth, dass Pony Play keine moderne Erfindung ist, sondern geschichtlich verankert ist. Booth reagiert wie folgt:
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[Bones 3×03 ] 2. Das Pony in Uns (Bones argumentiert)

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Dies ist Teil 2 der Serie Bones 3×03: A horse named Ed.
Es empfiehlt sich, die Serie chronologisch zu lesen.
[Spoiler alert!]

Bones tritt wie erwähnt als Spezialistin in diesem Sachgebiet auf, sie bildet die Instanz, die zwischen dem Sachgebiet „Pony Play“ und Booth bzw. dem Rezipienten vermittelt. Ihre Erklärungen für das Sachgebiet sind jedoch recht ambivalent. Darum möchte ich in diesem Kapitel die Höhen und Tiefen ihrer Argumentation darlegen.
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[Bones 3×03 ] 1. Ein Fetisch namens Pony Play

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Dies ist Teil 1 der Serie Bones 3×03: A horse named Ed.
Es empfiehlt sich, die Serie chronologisch zu lesen.
[Spoiler alert!]

Eine Leiche wird gefunden, männlich, mit abgetrennten Füßen. Die Ergebnisse der Obduktion und weitere Recherchen zeigen, dass es sich um Ed, ein menschliches Pony handelte, der diese Seite seiner Persönlichkeit mit seiner Besitzerin wochenends auf einer Farm auslebt, während seine Frau von nichts ahnt. Die „Convention“ ist noch im vollem Gange als die Ermittlungen einsetzen, und so erhaschen wir mit Booth und Bones einen Einblick in das Ausleben seiner Vorlieben. Bones erklärt Booth das Geschehen:
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[Bones 3×03 ] A horse named Ed

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„Der Fall der gerittenen Leiche“ ist der merkwürdig anmutende deutsche Titel der Folge, der Originaltitel ist „Death in the saddle“. Es ist die Folge von Bones, die in mir vor über zwei Jahren das Bedürfnis nach einem Blog weckte. Ein Projekt, das seitdem halb fertig in meiner virtuellen Schublade lag, und endlich nahezu abgeschlossen ist.

Thema der Folge ist Pony Play. Kein Thema, das mich an sich interessiert, das mich jedoch aufhorchen lies. Wie wurde das Thema umgesetzt? Was für ein Blick auf Pony Play wird dem Zuschauer geboten? Wird eine Wertung vorgenommen?
Wie gesagt: für mich war diese Folge diskussionswürdig. Vor allem, da sich die Argumentationsstruktur auf den Diskurs von „Devianzen“ im Allgemeinen übertragen lässt.
Als Grundlage der Diskussion möchte ich euch Zusammenfassungen und Wortprotokolle bieten, damit meine Bezüge klar sind. Das bedeutet jedoch auch, dass diese Beiträge ein einziger Spoiler sind. Und etwas lang, deshalb habe ich meine Untersuchung der Bonesfolge in sechs Kapitel unterteilt.

1. Ein Fetisch namens Ponyplay
2. Das Pony in Uns -Bones argumentiert
3. Das Pony in der Bibel – Booth argumentiert
4. “Not satisfied by love alone” – Fetisch und Emotionen
5. “A horse is a horse”? – Menschlichkeit und Perversion
6. „Crappy Sex“ and „The Real Thing™“ – Wie man ohne Argumente eine Diskussion gewinnt

Wie gesagt, Pony Play ist alles andere als mein Spezialgebiet. Umso mehr freue ich mich über Kommentare, wo ich meine Lücken habe.


Und eine Hintergrundinfo am Rande:
In dieser Folge gibt es eine Vielzahl von Anspielungen auf eine Serie, die im deutschsprachigen Raum heute nicht mehr präsent ist: Mr Ed, eine US- amerikanische Serie aus den 60ern. Hier kann man in das Intro hineinhören, aus dem wiederholt zitiert wird:„a horse is a horse, of course, of course“

Da meine Beiträge wie gesagt ein einziger Spoiler sind, empfehle ich bei Interesse die Folge zunächst einmal selbst zu schauen. Viel Spaß dabei!