Frau Doctor Who?

Female Doctors

Female Doctor- Mit freundlicher Genehmigung von Galaxyofgover 

Es war vermutlich ein Aprilscherz- aber ein Aprilscherz, der hohe Wellen in den Reihen der Doctor Who Fangemeinde geschlagen hat: Wird Doctor Who nach der nächsten Regeneration weiblich sein? Es mag ein Aprilscherz sein. Die wenigsten neuen Fans wissen jedoch, dass diese Idee eine lange Geschichte hat und bereits seit Jahres diskutiert wird. Mehr noch: die wenigsten Fans scheinen ihre eigene Serie zu kennen – den Eindruck vermitteln jedenfalls einige Kommentare.

Kurze Erklärung: Doctor Who ist die am längsten laufende SciFi Serie. Seit 1963  begleiten die Zuschauer den Doctor, einen geheimnisvollen Außerirdischen, auf seinen Reisen durch Zeit und Raum. Damit die Serie über einen so langen Zeitraum laufen kann, muss regelmäßig ein Schauspielerwechsel vorgenommen werden. Dieser ist sehr stimmig in die Serie eingebaut: der Doctor stirbt nicht, sondern „regeneriert“ und wird fortan von einem neuen Schauspieler gespielt. Aktuell ist die Serie beim 11. Doktor. Bislang alle männlich.

Nun wird über einen weiblichen 12. Doctor nachgedacht. Ob man das nun befürwortet oder nicht- das Maß an Sexismus und Homophobie in dieser Diskussion ist erschreckend. Und stehen im argen Kontrast zur Serie selbst. Lest diese Auszüge aus einem Doctor Who Fanforum:

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Polyamorie – Ein Thema, zwei Gesichter

In der Mediathek des ZDFs finden sich zwei ausführliche Reportagen über Polyamorie. Die Berichte sind so unterschiedlich, wie man sie sich vorstellen kann. Ich würde mich sehr über eine Diskussion über diese Berichte und vor allem die Berichterstattung freuen. Auch kleine Anmerkungen und Kommentare sind natürlich herzlich willkommen!

DeutschlandflaggeDeutsche Berichterstattung:
37° Grad: Ich liebe nicht nur einen

Die Dokumentationsreihe 37° Grad möchte „Geschichten einzelner Menschen erzählen, die gewissermaßen von uns allen erzählen.“ In dieser Dokumentation werden verschiedene Paare aus verschiedenen Generationen vorgestellt: „Justus liebt Erika, und sie liebt ihn. Und doch gibt es einige Tage im Monat, die sie mit ihren Geliebten verbringen: „Warum sich beschränken, wenn doch die Liebe mehr wird, wenn man sie teilt?“ Erika hat zwei feste Freunde, und auch Justus trifft regelmäßig Freundinnen. Mittlerweile hat Erika keine Angst mehr, ihn zu verlieren, so wie am Anfang. Sie weiß, wenn er heute zu einer anderen Frau geht, kommt er auf jeden Fall zurück. (…) Auch Silvio und Mara leben mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig. Die beiden sind seit sieben Jahren ein Paar und bezeichnen einander als Hauptpartner. Nebenbei verabreden sie sich einmal im Monat mit verschiedenen Geliebten. “ (Quelle)

AmerikaflaggeAmerikanische Berichterstattung:
Dawn Porter testet die freie Liebe
(Video wurde entfernt- danke für den Hinweis! Sollte jemand es im Netz finden, würde ich mich über eine Nachricht freuen!)

Diese Sendung ist Teil der sechsteiligen Reihe „Unterwegs mit Dawn Porter“, eine persönliche Auseinandersetzung mit Liebe und Partnerschaft. In dieser Folge: „Dawn verfolgt die Idee der freien Liebe: Ist es möglich, in einer Beziehung mit einem Partner zu sein und gleichzeitig andere Menschen zu lieben? Um das herauszufinden, fährt sie nach San Diego, Kalifornien. Dort trifft sie ein Ehepaar, das eine „Schule der freien Liebe“ betreibt und nimmt an Gruppensitzungen und Rollenspielen teil. Dann reist sie in eine Kommune nach Ostdeutschland, wo sie mit Anhängern der freien Liebe zusammenlebt. Während der Dreharbeiten stellt sie fest, dass es mit Freiheit wenig zu tun hat, den Menschen, den man liebt, zu teilen.“ (Quelle)

FragezeichenWas meinst du zu den unterschiedlichen Reportagen? Sowohl Kommentare zu den Inhalten als auch zur Berichterstattungen sind gerne gesehen!

Rezension: Die Lust am Fesseln

(Bild Quelle)

Ich empfahl bereits die ZDF Dokumentation „Die Lust am Fesseln“ mit dem Versprechen, dass eine Rezension folgen wird. Hier ist sie nun.

Ich bin kein großer Fan von Cornelia Jönssons Büchern. Klar gibt es weitaus schlechtere Autoren auf dem (BDSM) Buchmarkt, aber vorallem mit ihrer Lobdudelei auf ihre Lebensweise kann ich einfach nichts anfangen.

Im Interview in der Dokumenation „Die Lust am Fesseln“ war ich jedoch von ihr begeistert. In nur 5 Minuten gelingt es ihr und den Machern des Filmchens einen guten Einblick in das zu geben, was hinter Schlagworten wie „Sadomasochismus“ und „Schmerz“ steht. Einen gefühlvollen Einblick, offen für das Konzept, und weitaus besser als in den meisten Dokus und Artikeln, die ich in letzter Zeit gesehen und gelesen habe.

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